Mehr als ein Jahr Therapie, Silbenkärtchen, Wortübungen. Die Methoden waren richtig, die Therapeutin engagiert, die Lehrerin unterstützend. Und trotzdem: Die Texte, an denen sein Sohn üben sollte, interessierten ihn schlicht nicht. Das Lesen blieb mühsam. Die Bücher blieben zu.
Irgendwann stellte Ignasi sich eine andere Frage. Nicht: Warum tut sich mein Sohn so schwer? Sondern: Was, wenn das Problem nicht bei ihm liegt, sondern beim Material?
Ende 2024 baut er, mithilfe von KI-Werkzeugen, eine erste Version der App. Roh, unfertig, aber funktionierend. Er scannt Seiten ein, bereitet die Texte auf, legt das Tablet vor seinen Sohn. Und sein Sohn fängt an zu lesen.
Als die Lehrerin sechs Wochen später von den enormen Fortschritten berichtet und die App sieht, ist ihr Kommentar klar: „Genau das fehlt uns — in der Schule, in der Therapie!" Zusammen mit Andreas baut Ignasi die App von Grund auf neu.
Seit Herbst 2025 ist ReadBee im App Store verfügbar. Inzwischen nutzen über 20 Schulen und drei Medienzentren die App — und Ignasis Sohn liest. Nicht weil er muss, sondern weil er will. Das Buch mit den Drachen steht nicht mehr unberührt im Regal.














